Kostenerstattung durch Krankenkassen

Gemessen am Bedarf in der Bevölkerung, gibt es zu wenig kassenzugelassene Psychotherapeuten. Die Praxen dieser Kollegen sind deshalb häufig überlaufen und haben eine lange Warteliste. Monatelange Wartezeiten sind nicht ungewöhnlich, jedoch einem psychisch akut kranken oder gefährdeten Patienten nicht zuzumuten. Auch wenn nun die Krankenkassen in der Regel ihr Budget für ärztliche und psychologische Psychotherapeuten verplant haben, sind sie gemäß ihrem Sicherstellungsauftrag verpflichtet, einem Patienten in einem zumutbaren Zeitrahmen eine Behandlung zu ermöglichen. Daraus ergibt sich für den Patienten:

Die Krankenkassen übernehmen im Einzelfall die Kosten einer Einzeltherapie, wenn Sie nachweisen können, dass

  • die Wartezeiten bei Psychotherapeuten mit Kassenzulassung zu lang sind,
  • Ihre Behandlung notwendig ist (Bescheinigung / Überweisung vom Hausarzt inkl. Diagnose) und
  • Sie ggf. eine Zusatzversicherung für Heilpraktikerleistungen haben.

Sofern Sie erfolglos schon bei mehreren Psychotherapeuten angefragt haben, kann in diesem Fall eine Kostenerstattung nach § 13 Abs. 3 SGB V im Rahmen des Ermessens ganz oder für Teilbeträge möglich sein. Einen Rechtsanspruch gibt es allerdings nicht.

Gerne berate ich ich Sie bezüglich des Kostenerstattungssystems!