Hypnose nach Milton Erickson

Unsere Gefühle und Gedanken sind die treibenden Faktoren in unserem Leben. Sie bestimmen, wo es in unserem Leben hingeht. Und sie bestimmen leider auch, wo wir uns nicht hintrauen. Aus welchen Gründen auch immer. Viele Entscheidungen können so negativ beeinflusst werden.

  • Ängste blockieren und verhindern, einen neuen Schritt zu wagen
  • Depressionen lähmen und verwehren einen positiven Blick auf die Zukunft
  • schlechte Erfahrungen hindern daran, eine neue Chance zu ergreifen

Hypnose wird seit Jahrtausenden genutzt, um durch eine Veränderung des Bewusstseinszustandes einen Reorientierungs- oder Heilungsprozess anzuregen. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Hypnose zu einem modernen therapeutischen Verfahren gewandelt, das viele Anhänger gefunden hat.

Der Begriff Hypnose leitet sich zwar vom griechischen Wort hypnos ab (griechischer Gott des Schlafes). Doch Hypnose hat wenig mit Schlaf zu tun, wie die moderne Hirnforschung inzwischen nachweisen konnte. Messungen der Hirnströme zeigten, dass das Gehirn unter Hypnose trotz der tiefen Entspannung nicht schläfrig, sondern vielmehr hochkonzentriert auf eine Sache fixiert ist.

Dieser Zustand lässt sich mit Tagträumen oder tief versunkenem Lesen vergleichen. Wahrscheinlich haben Sie diese Situation selbst schon einmal erlebt – in Gedanken ganz woanders zu sein, während Sie in der Zwischenzeit alltägliche Dinge erledigen: zum Beispiel bei der Fahrt von der Arbeit nach Hause, wo Sie ein persönliches Problem bedenken und sich wundern, dass Sie plötzlich schon vor der Haustür stehen. Auch dieser Zustand ist eine Trance, ähnlich der Hypnose – wenn auch keine tiefe.

Bei meiner Arbeit verwende ich vorwiegend leichte Stufen der Trance, in denen meine Klienten jederzeit Entscheidungsfreiheit haben und ihre Reaktionsfähigkeit bewahren. In eine Trance zu gehen und wieder aus ihr herauszukommen, ist also ein vollkommen freiwilliger Vorgang, bei dem der eigene Wille, etwas zu tun oder zu lassen, nicht eingeschränkt ist. Sie selbst entscheiden, ob und wie tief Sie in einen Trancezustand gehen möchten!

Man weiß seit langem, dass selbst in einem leichten Trancezustand physiologische Veränderungen auftreten: Dazu gehören die Entspannung der Muskulatur, die Herabsetzung von Herzfrequenz und Blutdruck, eine regelmäßigere Atmung sowie ein Absenken des Stresshormonspiegels – alles Faktoren, die sich günstig auf den Coaching-Prozess auswirken.